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'Wien 1683 - Danke'
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weiß/königsblau

Wien 1683 - Danke | Trucker-Mütze | weiß/königsblau

Sobieski rettet das Abendland

Unter Führung des Großwesirs Kara Mustafa dringen die Osmanen zum zweiten Mal bis Wien vor. Kaiser Leopold I. gewinnt Polen zum Bündnispartner, der unter dem Oberkommando des polnischen Königs Jan III. Sobieskis die Türken in der Schlacht am Kahlenberg vor Wien vernichtend schlägt.

Dieser militärische Erfolg begründete den Ruhm des polnischen Königs als Türkensieger, denn zum ersten Mal, seit sie im 15. Jahrhundert ihre Übergriffe auf Mitteleuropa begonnen hatten, zeigten sich die Osmanen besiegbar.

(Textquelle: www.deutsche-und-polen.de)

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Deutschlands Ehre


Heißt mich froh willkommen sein,
der euch Neues bringet das bin ich;
eitle Worte sind's allein,
die ihr noch vernahmt: jetzt fraget mich.
Wenn ihr Lohn gewähret
und den Sold nicht scheut,
will ich manches sagen, was die Herzen freut:
Seht, wie ihr mich würdig ehret.

Ich verkünde deutschen Fraun
solche Dinge, daß sie alle Welt
noch begier'ger wird zu schaun:
Dafür nehm ich weder Gut noch Geld.
Was wollt ich von den Süßen?
Sind sie doch zu hehr:
Drum bescheid ich mich und bitte sie nichts mehr
als daß sie mich freundlich grüßen.

Lande hab ich viel gesehn,
nach den Besten späht' ich allerwärts:
Übel möge mir geschehn,
wenn sich je bereden ließ mein Herz,
daß ihm wohlgefalle
fremder Lande Brauch:
Wenn ich lügen wollte, lohnte mir es auch?
Deutsche Zucht geht über alle.

Von der Elbe bis zum Rhein
und zurück bis her an Ungerland,
da mögen wohl die Besten sein,
die ich irgend auf der Erden fand.
Weiß ich recht zu schauen
Schönheit, Huld und Zier,
Hilf mir Gott, so schwör ich, daß sie besser hier
sind als andrer Länder Frauen.

Züchtig ist der deutsche Mann,
deutsche Fraun sind engelschön und rein;
töricht wer sie schelten kann,
anders wahrlich mag es nimmer sein;
Zucht und reine Minne,
wer die sucht und liebt,
komm in unserer Land, wo es noch beide gibt;
lebt ich lange nur darinne !

Der ich lange dienstbar war,
Und hinfort noch will zu Diensten sein,
Der erlaß ich's nimmerdar;
Doch schafft sie mir so große Herzenspein:
Sie kann mir versehren
Herz und Sinn und Mut
Nun vergeb' ihr Gott, daß sie mir übel tut:
Dann wohl mag sie sich bekehren.

Walther von der Vogelweide (1170-1230)
Bedeutendster deutschsprachiger Lyriker des Mittelalters
Diese Seite wurde am 14.12.2018 um 22:14 Uhr (MEZ) aktualisiert.